

Ich kann einfach nicht mehr. Gestern mußte ich mich von einem Bekannten fragen lassen »Warum schreibst du nicht mal was, das die Leute lesen wollen?«. Das hat mir den Rest gegeben.
Es gibt doch noch schöne Momente im Leben. Heute war es die Google Blogsuche, die mich glücklich gemacht hat. Mein Suchstichwort war, wie so oft, Elomaran. Und diesmal wurde ich fündig, tatsächlich, in einem Blog, daß nicht ich selbst geschrieben habe: Nämlich in Kerimayas Livejournal, hier: http://kerimaya.livejournal.com/31076.htmlNoch ein letzter Kontrollgang ins Zimmer. Ist auch nichts liegengeblieben? Plötzlich ist es so warm. Die Heizung bullert. Das ganze Wochenende über war sie kalt, kalt, kalt. Nun fahren wir ab, und sie schmeißen die Heizung an. Ein Unding.
Ich soll mich bei Sib melden, Sib fährt zum Bahnhof. Sage allen, die noch da sind, Lebwohl. Heulend, diesmal nicht vor Rührung. Erstaunlich, daß ich nach dieser Con noch Tränen übrighabe! Aber dann die Überraschung: Ich bin doch nicht die einzige, die nach Siegen muß. Da ist noch Kerimaya. Wer ist das? Die ganze Con über ist sie mir nicht aufgefallen. Kunststück, ist auch erst gestern gekommen. Aber egal. Wir haben die gleiche Strecke, von Siegen aus weiter, quer durchs Ruhrgebiet. Und unterhalten uns glänzend. Sie schreibt auch. Am Ende habe ich ihre Emailadresse, sie hat meine nicht, also bin ich dran mit Schreiben …
Zu meinen allerältesten aktiven Projekten gehört meine Weltraumgeschichte. Wer nur den Elomaran-Zyklus kennt, wird nicht unbedingt auf die Idee kommen, daß ich ein Talent für Komik habe und meine frühesten Werke parodistischer Natur waren. In meinen Weltraumgeschichten um die United Heroes Corporation tobe ich mich aus. Der erste Teil Kein Alarm im Weltall aus dem Jahr 1995 ist komplett online, der zweite Teil Das Imperium fällt zurück in Arbeit. Aber wie es sich für eine richtige Weltraumgeschichte gehört, muß sie drei Teile haben - und so hatte ich schon lange geplant, einen Abschlußband mit dem Namen Im Weltraum nichts Neues zu schreiben. Einen Plot dazu gab es nicht, nur ein paar Ideen:
Als Maja zwölf Jahre alt war, beschloß sie, von zuhause auszureißen. Alles war schrecklich - die anderen Kinder tyrannisierten sie, und ihre Eltern hatten die jüngeren Geschwister viel lieber, und überhaupt - konnte sie überhaupt etwas anderes tun, als davonlaufen?
Es gibt tolle Zufälle im Leben.
Ich habe heute - eigentlich gestern, Mitternacht ist vorbei - sechs Seiten des sechsten Kapitels abgetippt und bin guter Hoffnung, es wirklich noch in diesem April auf die Seite zu laden. Und bin etwas betrübt, daß ich am Ersten April nicht rechtzeitig die Idee hatte, eine völlig abstruse Plotwendung in dieses Blog zu schreiben und so meine Leser völlig in die Irre zu führen, weil sie es für einen Aprilscherz halten, obwohl es doch die Wahrheit ist…
Gaven hat den Hühnerstall mitlerweile wieder verlassen dürfen. Ich bim ja nicht so - ich bin ja noch viel gemeiner. Gaven darf statt dessen seiner Mutter mit der Wäsche helfen. Und als ob das noch nicht Strafe genug ist, erzählt sie ihm außerdem Anekdoten aus ihrer Jugend - von ihr und ihrer Freundin Varna, einem rechten Wildfang. Varna, die mit elf Jahren das Schwert ihres Vaters an sich nahm, um in den Krieg zu ziehen und heimwehgeplagt zurückkehrte. Varna, die nicht heiraten wollte, weil sie jeden einzelnen heiratswilligen Mann im Tal schon als Kind verprügelt hatte. Varna, die sich in einen jungen Wanderarbeiter verliebte, von ihm sitzengelassen wurde, schwanger wurde, und dann im Kindbett plötzlich und unerwartet starb…
Weblog powered by Serendipity 1.5.4
© 2000 - 2011 by Maja Ilisch. All Rights Reserved.