

Ich stehe unmittelbar vor der Einführung einer neuen tragenden Figur in Falkenwinter. Immerhin habe ich in Dämmervogel so viele Personen umgebracht, daß ich da noch ein paar Lücken aufzufüllen habe - und da diese Geschichte tendenziell etwas männerlastig ist, ist es nur recht und billig, wenn die erste neue Figur eine Frau ist. Und was für eine! Es ist eine Premiere für mich: Meine erste Schwiegermutter… Also, genaugenommen ist sie noch gar keine Schwiegermutter, aber das Kapitel ist aus Hanas Perspektive, und bei der Frau handelt es sich um die Mutter von Gerrat, Leota und Dannen (sie ist natürlich auch Jaros Mutter, aber der ist bislang nur am Rand vorgekommen, und ich glaube kaum, daß ihn irgendein Leser bislang großartig wahrgenommen hat). Sie wird also in absehbarer Zeit Hanas Schwiegermutter, und für den Zweck dieses Blogs soll sie das jetzt schon sein. Hanas Schwiegermutter oder Dannens Mutter, das klingt ja schon wie zwei verschiedene Frauen.
Wenn ich klaue, dann nur von den Besten: Von der Wirklichkeit, zum Beispiel. Manchmal ist es auch umgekehrt, manchmal klaut die Wirklichkeit bei mir, und das sind dann immer sehr beängstigende Momente - so wie damals, als ich festgestellt habe, daß die Prophezeiung, die ich für Die Spinnwebstadt geschrieben habe, bis auf den letzten Punkt eingetreten ist. Bei den Elomaran ist mir das zum Glück noch nicht passiert - dafür gibt es nun wieder ein Stück Wirklichkeit, daß ich in dieser Geschichte verarbeiten muß, nicht nur weil es so gut paßt, sondern auch, weil es mir schlaflose Nächte bereitet.
Wußtet ihr schon, daß man in diesem Blog jetzt auch wieder kommentieren kann?, schrieb ich noch vor einer Woche großspurig in diesem Blog - nichtsahnend, daß das der Anfang vom Ende war. Was ist geschehen? Ich hatte vor über zwei Jahren die Kommentarfunktion im Blog deaktiviert, weil der Spam überhand nahm und ich es leid war, alles per Hand freischalten oder löschen zu müssen. Mittlerweile tat es mir sehr leid um diese Entscheidung, denn eigentlich finde ich, wer sich über Kommentare freuen möchte, soll auch bereit sein, etwas dafür zu tun - also schaltete ich die Kommentare wieder frei und kombinierte das mit einem Recaptcha-Plugin: Dabei wird nicht nur ein Bildchen eingeblendet, dessen Inschrift der Benutzer entziffern muß, sondern das Ganze auch noch benutzt, alte Bücher zu digitalisieren - eine sehr bibliothekarfreundliche Sache, die ich immer schon mal selbst versuchen wollte. Das brachte nur ein Problem mit sich: Es funktionierte nicht. Ich nahm das Plugin also wieder raus und fand mich damit ab, eben wieder dutzendweise Spam aus den Kommentaren zu löschen.
Heute will ich von Zita erzählen, und von dem Versprechen, das ich ihr damals gegeben habe. »Damals« ist inzwischen fast acht Jahre her, und Zita, die damals noch ein Mädchen war, ist längst eine junge Frau von Anfang zwanzig, und das ich das heute über sie sagen kann, ist eine Riesenmenge wert. Denn damals wäre Zita beinahe gestorben.
Ich habe beschlossen, eine neue wiederkehrende Rubrik in diesem Blog einzuführen: Wußtet ihr schon. Hier schmeiße ich jetzt ab und an ein paar Brocken Elomarangeschichte unters Volk, zu denen ich gerade keinen ganzen Beitrag schreiben mag. Das können Dinge sein, die ich schon früher mal erwähnt habe, oder Dinge, die außer mir keiner weiß - einfach als Auflockerungsübung, und um mir selbst zu zeigen, wie weit diese Geschichte in ihren mitlerweile neun Jahren schon gekommen ist. Also: Wußtet ihr schon, daß…
Was lange währt, wird viel zu lang - unter dieses Motto kann ich das zweite Kapitel von Zornesbraut stellen. Im Sommer 2007 habe ich mit der Arbeit daran angefangen, und von mir aus hätte ich auch anderthalb Jahre daran arbeiten können, ohne daß es gleich 47 Seiten lang werden mußte… Aber offenbar mußte es das. Stellt mir jeden Längenrekord, den die Chroniken bislang hatten, in den Schatten, und ich bin nicht stolz darauf, weil es das Kapitel nicht wert ist. Soviel passiert darin gar nicht, aber es wurde immer länger und länger, und länger, und als ich versuchte, es beim Abtippen zu kürzen, wurde es statt dessen nochmal länger… Ich verstehe es nicht. Wo kommen all die vielen Wörter her?
Jetzt habe ich mich endlich an das erste Kapitel von Falkenwinter gemacht, das muß schließlich auch mal geschrieben werden, auch wenn ich zugegeben noch nicht ganz soviel Ahnung von dem Buch habe wie zum Beispiel von Zornesbraut - aber eigentlich weiß ich doch, was in diesem Kapitel zu passieren hat: Aus Hanas Sicht der Dinge handelt es von den Folgen von Gerrats Tod und den Problemen einer jungen unverheirateten Frau, die ein Kind von einem Toten erwartet, das um keinen Preis außerehelich geboren werden darf. Als heldenhafter Retter springt Dannen in die Bresche und bietet sich an, Hana noch schnell zu heiraten, um Ehre und Kind zu retten - und daß Hana diese Geste nicht ganz so rührend findet und nicht wirklich scharf darauf ist, Dannens Frau zu werden, soviel wußte ich auch wohl. Aber um ein Kapitel aus der Perspektive einer Person schreiben zu können, muß man doch ein bißchen mehr über die betreffende Person wissen. Und da lag mein Problem. Ich kannte Hana nicht. Die unnahbare Schöne weigerte sich, sich mir zu erschließen.
Ein gutes Jahr, nachdem ich die Webseite komplett überholt und neugestaltet habe, war nun Zeit für die ersten größeren Nachbesserungsarbeiten. Dabei haben sich, wie bei mir üblich, wieder die allermeisten Änderungen im Quellcodebereich und von außen unsichtbar abgespielt - ich bin mit dem Design so glücklich, daß ich die Seite genau so aussehen haben will, aber wenn der Code noch schöner sein könnte, soll er das auch werden dürfen.
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