

Ich habe wieder ein bißchen am Blog geschraubt. Nicht, daß es auf den ersten Blick groß anders aussähe, aber die Navigation ist komplett neu gestaltet. Früher hatte ich auf der linken Seite, dort, wo sonst die Bücher und ihre Kapitel aufgeführt sind, die Blognavigation, und auf der rechten Seite die Webseitennavigation, bei der ich unten die Romane angehängt hatte. Das Ergebnis war letztlich ein großes Chaos. Man konnte scrollen und scrollen und die Navigationen nahmen kein Ende…
Ich will ja eigentlich nichts über die Marktchancen der Elomaran schreiben. Das ist eine Sache, die ich nicht in der Hand habe - ich könnte wiederholen, was meine Agenten zu dem Thema sagen, aber das will ich nicht, abgesehen davon, daß ich keine Interna ausplaudern darf. Aus dem gleichen Grund schreibe ich auch nichts über die Verlagsreaktionen, die es bislang gab - sie haben mich erfreut, aber jetzt ins Detail zu gehen, bringt bestimmt Unglück. Wenn es etwas wirklich offiziell Positives zu berichten gibt, werde ich das erzählen, versprochen.
Nachdem ich in den vergangen drei Wochen das erste, zweite und dritte Kapitel von Falkenwinter geschrieben und hochgeladen habe, präsentiere ich euch jetzt das vierte Kapitel. Von Zornesbraut. Wie bereits angekündigt, habe ich eine Durststrecke im Vierten Buch mit Arbeit am Fünften ausgeglichen, mit dem Ergebnis, daß jetzt Zornesbraut wieder ein paar Seiten weiter vorne liegt. Das wird sich aber schnell ändern, denn schon geht es mit Varyn weiter, während ich für Alexander erst den Plot noch gründlich auseinandersortien muß, ich weiß nämlich nicht, was nach diesem Kapitel jetzt als nächstes kommt. Da ich aber gerade wieder das Bett hüten muß - und nachdem ich fast den ganzen Tag geschlafen habe, ausgerechnet jetzt wieder munter werde… - komme ich bestimmt noch dazu, mir ganz viele Gedanken zu machen.
Mehrere Tage habe ich mit einer viralen Bronchitis darniedergelegen, jetzt komme langsam wieder auf die Beine - huste nicht mehr, aber das Fieber geht nicht richtig runter. Zum Glück kann ich mit dem Laptop im Bett liegen und zwischzendurch ein bißchen arbeiten, wenn ich nicht gerade schlafe - was leider zuletzt die größten Teile des Tages eingenommen hat, mit dem Ergebnis, daß ich dafür mitten in der Nacht plötzlich hellwach bin. Gut, wengistens laufen dann auch die olympischen Spiele, langweilen muß ich mich also nicht, aber eigentlich habe ich vor, am Montag wieder zur Arbeit zu gehen. Nur ohne Fieber, versteht sich, aber wenn ich Nachts wache und Tags schlafe, wird das so oder so schwierig.
Heute gab es ein Stück Kuchen für mich, auch wenn das noch von einem gemütlichen Abend am Dienstag übrig geblieben ist, und die Gäste kommen auch erst am Samstag: Aber heute konnte ich den zehnten Geburtstag der Elomaran feiern. Wirklich. Es sind zehn Jahre. Und anders als sonst üblich fühle ich mich angesichts dieser Tatsache kein bißchen alt. Es waren zehn gute Jahre. Ich habe fünfmal eine neue Arbeitsstelle angetreten und die letzte davon sogar behalten, ich habe fünf Romane fertiggestellt, drei davon aus den Chroniken der Elomaran, ich habe einen höchst erfolgreichen Autorenkreis gegründet, eine CD aufgenommen, im Fernsehen mitgespielt und fürs Fernsehen geschrieben, das Stranden eines Hörspielprojekts miterlebt und einen tollen Agenten gefunden. Es waren zehn gute Jahre, und die nächsten zehn werden noch besser.
Kein neuer Geschwindigkeitsrekord diesmal, aber ich denke nicht, daß ich mich entschuldigen muß, wenn ich für ein Kapitel nicht sieben, sondern neun Tage gebraucht habe. Vor allem, wenn das neue Kapitel nochmal zehn Seiten länger ist als das alte. Nur einen Titel mußte ich mir kurzfristig aus den Rippen leihern; in Anbetracht, daß ich im erweiterten Rheinland lebe und meine Heimatstadt sich für eine Karnevalshochburg hält, habe ich mich für »Der schönste Tag des Lebens« entschieden - die Anspielung muß niemand verstehen, der nicht den legendären Sketch »Dreigestirn-Schulung« aus der Kölner Stunksitzung kennt. Wertneutral hätte ich ihn auch »Der schönste Tag der Leber« nennen können - und auch wenn das jetzt wieder gut zu Karneval paßt, bezieht es sich diesmal auf den armen Dannen. Und der erlebt mit seiner Hochzeit mitnichten einen schönen Tag. Wie auch - er ist schließlich Dannen!
Ich dachte eigentlich, dieses Blog hätte einen brauchbaren Spamschutz, aber heute habe ich nicht weniger 584 Spam-Trackbacks löschen dürfen. Sie kamen alle von der gleichen IP. Ich habe die Kommentare gelöscht und die IP in einer Liste bekannter Spammer nachgeschlagen - sie war dort nicht gelistet. Fast hätte ich sie dort gemeldet, aber vorher wollte ich wissen, woher die Nummer kam - es war so viel verschiedener Spam, deutsch- und englischsprachig, daß es mich fast wunderte, daß alles aus einer Hand kommen sollte. RIPE löste die IP auf und teilte mir mit, daß der unbekannte Spammer über den lokalen Internetanbieter Netcologne online geht - seltsam, das ist mein Provider… Im Tintenzirkelforum gelang es mir dann, die IP zuzuordnen. Es war die, mit der ich gestern online war. Die unbekannten Spammer hatten ihre Trackbacks unter meiner IP gelistet. Oder ist das bei Trackbacks immer so?
Ich muß mal die Annalen wälzen, um herauszufinden, wann ich zuletzt ein Kapitel mit dieser Geschwindigkeit geschrieben habe. Zwischen der ersten und der letzten von insgesamt 35 Seiten liegen ganze sechs Tage: Ein Triumph des T12, des von mir für den Tintenzirkel eingeführte Großkampfschreiben, bei dem ich mir das Ziel gesetzt habe, in diesem Jahr 400.000 Wörter zu schreiben, das sind geschätzt gut anderthalbtausend Seiten, und dabei Falkenwinter und Zornesbraut fertigzustellen. Zumindest was den Monat Januar angeht, habe ich mein Ziel erreicht, angefangen damit, daß endlich wieder Bewegung in die Chroniken gekommen ist. Und an Falkenwinter habe ich in diesem Jahr schon mehr geschrieben als im ganzen letzten. So soll es weitergehen.
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