
Ich muß mal die Annalen wälzen, um herauszufinden, wann ich zuletzt ein Kapitel mit dieser Geschwindigkeit geschrieben habe. Zwischen der ersten und der letzten von insgesamt 35 Seiten liegen ganze sechs Tage: Ein Triumph des T12, des von mir für den Tintenzirkel eingeführte Großkampfschreiben, bei dem ich mir das Ziel gesetzt habe, in diesem Jahr 400.000 Wörter zu schreiben, das sind geschätzt gut anderthalbtausend Seiten, und dabei
Falkenwinter und
Zornesbraut fertigzustellen. Zumindest was den Monat Januar angeht, habe ich mein Ziel erreicht, angefangen damit, daß endlich wieder Bewegung in die Chroniken gekommen ist. Und an
Falkenwinter habe ich in diesem Jahr schon mehr geschrieben als im ganzen letzten. So soll es weitergehen.
Und wer nun denkt, ich bin endgültig dem Wahnsinn anheimgefallen: Der kennt Varyn noch nicht. Keine Angst, dieses Kapitel hilft weiter, denn selten hat sich Varyn zuletzt dermaßen varynig verhalten. Lebensüberdruß? Weltschmerz? Alles vorhanden. Es hat Spaß gemacht, das Kapitel zu schreiben und endlich die markigen Worte auszusprechen, die in keiner episch angelegten Fantasygeschichte fehlen dürfen: »Du bist auserwählt! Du mußt die Welt retten!« Ja, der arme Varyn. Kein Klischee bleibt ihm erspart, aber wie immer strampelt er gegen sein Schicksal an. Diesmal im wahrsten Sinne des Wortes…
Und für alle, die wissen wollen, wie ein in sechs Tagen geschriebenes Kapitel im direkten Vergleich aussieht zu denen, die zwei Jahre gedauert haben, findet hier das
Zweite Kapitel.