

Wie ich schon sagte, brauche ich eine Elomaran-Pause. Auch wenn mir das siebte Kapitel im Moment ganz gut gefällt und die Arbeit nicht schlecht von der Hand geht - Dannen ist doch recht pflegeleicht, und auch das Kriegsgetümmel habe ich jetzt erstmal hinter mir gelassen. Aber ich sehne mich danach, etwas anderes zu machen, und ich würde tatsächlich gerne mal wieder ganz klassische Fantasy schreiben. Richtig untrendige Sword-and-Sorcery-Geschichte, wie ich sie früher in Stapeln verschlungen habe. Und heute kam mir dann auch in den Kopf, was ich gerne schreiben würde: Das Gefälschte Siegel.
Kurz und schmerzlos möchte ich hier mitteilen, daß das Label Hörplanet die Fantasy-Hörspielreihe »Die Legende von Mythrâs«, an deren Konzeption ich beteiligt war und für die ich auch zwei Episoden geschrieben habe, mit sofortiger Wirkung und bis auf weiteres auf Eis legt. Daß diese Meldung mich ausgerechnet an meinem Geburtstag ereilen mußte, hat mir leider gehörig die Ernte verhagelt, wobei das schlechte Timing sicherlich keine Absicht war.
Es ist vollbracht, oder zumindest: Es ist vollbracht, Teil Eins. Die erste Folge des Fantasyhörspiels Die Legende von Mythrâs, an dem ich als Autorin mitgewirkt habe, ist endlich lieferbar.
Seit Anbeginn der Zeiten ist der Sivenor die Lebensader von Mythrâs. Doch nun versickert das Wasser des Flusses, und das Volk dürstet. Die mächtige Schwarze Fee hat die Macht an sich gerissen und kontrolliert die letzten Wasserreserven mit eiserner Hand.
Flusskapitän Lonso, der Nachfahre des legendären Priesters Alonius, entdeckt eine uralte Karte mit einer hoffnungsvollen Prophezeiung: Die Melodie der sieben Steine des Flussgottes lässt das Wasser des Sivenor wieder fließen. Doch die Steine sind über ganz Mythrâs verstreut.
Lonso, sein treuer Flugelf Korbinian und die Heilerin Heskia brechen auf, um die Steine zu suchen. Doch die Schergen der Schwarzen Fee lauern überall…
Gerade fand ich im Tintenzirkel-Forum die Mitteilung, daß Robert Jordan gestorben ist, im Alter von 58 Jahren an einer Blutkrankheit. Vor zehn Jahren war ich selbst eingefleischter Jordan-Fan. Ich habe alle seine Wheel of Time-Bücher verschlungen - alle, bis zum siebten. Denn danach ging es irgendwie nicht mehr weiter - der nächste Band war angekündigt, und angekündigt, und angekündigt, und bis er endlich erschien, hatte ich die Lust verloren. Mittlerweile sind es elf Bände, am zwölften - der angeblich die Saga zu einem Ende bringen sollte - schrieb der Autor noch. Was wird jetzt aus Rand Al'Thor und seinen Gefährten? Was wird aus den Lesern in aller Welt? Ich habe immer rumgewitzelt, daß das passieren würde - daß Jordan stirbt, bevor er seinen Zyklus abgeschlossen hat. Aber ich habe nicht damit gerechnet, daß es wirklich passiert.
Gestern Nacht - und es war wirklich Nacht! - habe ich das Finale der Legende von Mythrâs fertiggestellt - und es heute, zusammen mit meiner Folge Sieben, mit leichter Verspätung [Abgabeschluß: Gestern] beim Hörplanet eingereicht. Damit liegen die beiden Skripte jetzt in den Händen der Produzenten, und ich bin sehr gespannt, wie es damit jetzt weitergeht und was sie draus machen. Die Arbeit war sicher interessant und hat großen Spaß gemacht, aber da mir aus privaten Gründen der Terminplan komplett aus den Fugen geraten ist, mußte ich in den letzten beiden Wochen dermaßen ranklotzen, daß ich zu nichts anderem mehr gekommen bin, zumindest was das Schreiben anging.
Entgegen anderslautiger Ankündigungen teile ich mit, daß es im Monat Mai kein neues Kapitel geben wird. Das zwölfte Kapitel von Dämmervogel ist zwar in Arbeit und schon gut halb fertig, aber die Arbeit daran muß derzeit ruhen - ich habe das Glück, an einem Fantasyhörspiel von epischer Breite als Autorin mitwirken zu dürfen, und die beiden Episoden, die bis Mitte Juni fertig sein müssen, gehen vor. Dafür werde ich euch aber gerne auf dem Laufenden halten, wenn das Ganze fertig ist und als CD lieferbar. Schon jetzt kann ich euch versprechen, daß es eine wirklich tolle Sache ist, ganz ohne Engel, aber mit anderen tollen Charakteren und düsteren Momenten. Es ist meine erste Teamarbeit seit über zehn Jahren und eine wirklich tolle Erfahrung, und es macht in jedem Fall mehr Spaß, als Drehbücher für Das Familiengericht oder Barbara Salesch zu schreiben.
Zu meinen allerältesten aktiven Projekten gehört meine Weltraumgeschichte. Wer nur den Elomaran-Zyklus kennt, wird nicht unbedingt auf die Idee kommen, daß ich ein Talent für Komik habe und meine frühesten Werke parodistischer Natur waren. In meinen Weltraumgeschichten um die United Heroes Corporation tobe ich mich aus. Der erste Teil Kein Alarm im Weltall aus dem Jahr 1995 ist komplett online, der zweite Teil Das Imperium fällt zurück in Arbeit. Aber wie es sich für eine richtige Weltraumgeschichte gehört, muß sie drei Teile haben - und so hatte ich schon lange geplant, einen Abschlußband mit dem Namen Im Weltraum nichts Neues zu schreiben. Einen Plot dazu gab es nicht, nur ein paar Ideen:
Also gut. Ich habe es ins Forum gepostet, und ins Tintenzirke-Forum, und in mein Livejournal, und hier schreibe ich es auch noch einmal rein, denn ich kann gar nicht genug Werbung machen: Garden of the Lost, die erste CD von Lord Landless ist endlich lieferbar!
Wie ich gestern schon vermeldete: In mir entsteht eine neue Geschichte. Und nun, einen Tag später, stehen weite Teile des Grundgerüsts.
Um es ganz offen zu sagen: Ich habe mehr als ein Eisen im Feuer. Ich arbeite nicht nur am »Elomaran-Zyklus«. Das heißt, obwohl ich seit Beginn des Jahres (der zufällig mit meiner neuen Arbeitslosigkeit zusammenfällt) einen Schreibplan habe - hundert Normzeilen am Tag - bedeutet daß nicht, daß ich jeden Tag an den Engeln weiterarbeite. Leider bedeutet es nicht einmal, daß ich jeden Tag an irgend etwas arbeite - aber ich will mich bessern. Immerhin sind seit Anfang des Jahres schon über zwanzig Seiten entstanden.
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