

Längere Zeit hat sich in diesem Blog nichts getan - der Grund ist, daß ich einiges, was sich hinter den Kulissen zugetragen hat, nicht in die Öffentlichkeit tragen wollte, denn ich erzählte nicht gern von den Mühen meiner Agenten, einen Verlag für die Elomaran zu finden: Nicht, weil ich nicht ganz und gar glücklich mit ihrer Arbeit wäre, im Gegenteil, aber weil es bei laufenden Bewerbungen nicht in die Öffentlichkeit gehört, welche Verlage sich nun interessiert haben und welche nicht. Ich möchte ja keinen Verlagslektor, der hier mitliest, irgendwie beeinflussen, daß er sagt »Hm, wenn ich der letzte Interessent im Rennen bin, dann kann ich ja mit dem Preis noch was runter gehen.« Aber jetzt lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, es hat Absagen gegeben, drei Stück und relativ kurz nacheinander, was mir für eine Weile doch etwas die Laune auf meine Engel verhagelt hat. Das ist nicht das Ende aller Tage, und es gibt mehr als drei Verlage in Deutschland, und tatsächlich sind wir, meine Agenten und ich, weiterhin allerbester Hoffnung. Doch manchmal muß man einen Schritt zurückgehen, um das ganze Bild mit etwas Distanz zu betrachten, vor allem, wenn sich eine Tendenz rauskristallisiert.
Ich habe wieder ein bißchen am Blog geschraubt. Nicht, daß es auf den ersten Blick groß anders aussähe, aber die Navigation ist komplett neu gestaltet. Früher hatte ich auf der linken Seite, dort, wo sonst die Bücher und ihre Kapitel aufgeführt sind, die Blognavigation, und auf der rechten Seite die Webseitennavigation, bei der ich unten die Romane angehängt hatte. Das Ergebnis war letztlich ein großes Chaos. Man konnte scrollen und scrollen und die Navigationen nahmen kein Ende…
Ich will ja eigentlich nichts über die Marktchancen der Elomaran schreiben. Das ist eine Sache, die ich nicht in der Hand habe - ich könnte wiederholen, was meine Agenten zu dem Thema sagen, aber das will ich nicht, abgesehen davon, daß ich keine Interna ausplaudern darf. Aus dem gleichen Grund schreibe ich auch nichts über die Verlagsreaktionen, die es bislang gab - sie haben mich erfreut, aber jetzt ins Detail zu gehen, bringt bestimmt Unglück. Wenn es etwas wirklich offiziell Positives zu berichten gibt, werde ich das erzählen, versprochen.
Ich habe lange mit mir gerungen. Wenn es nach mir ginge, müßten alle Dinge so bleiben, wie sie sind, und so ablaufen, wie sie es immer getan haben, zumindest in meinem Umfeld. Ich bin nicht autistisch, aber zumindest ritualfixiert. Mit Änderungen tue ich mich schwer, aber manchmal muß es einfach sein. Vor allem dann, wenn es so, wie es war, nicht mehr weitergeht.
Wie ein braver Geek lese ich meine C’t und habe sie auch im Abonnement. Ich lese (und verstehe) nicht alles, schließlich bin ich Autodidakt und Quereinsteiger in elektronischen Dingen, aber etwas mehr als die Spielerezensionen lese ich normalerweise doch schon. Aber es war eine Spielvorstellung, die mich heute dazu gebracht hat, zu schäumen und in den Teppich zu beißen. Unter der Überschrift Flugscharen mit Schwertern geht es um das neue Onlinespiel Aion. Dieses Spiel interessiert mich schon seit ein paar Monaten, seit ich bei meiner Freundin Monica - die, anders als ich, Onlinespiele wie World of Warcraft oder Herr der Ringe Online spielt - eine Vorschau in einem Magazin gesehen habe. Schließlich geht es bei Aion um Engel. Und womit kann man mein Herz gewinnen? Klar, mit Engeln. Also habe ich mich auf die Besprechung gestürzt, mit dem Hintergedanken, daß die Welt der Onlinespiele mir vielleicht doch nicht für immer verschlossen bleiben sollte…… schließlich ließen sie die ganze Welt auseinanderbrechen. Einigen der Bewohner gelang es, sich zu retten. Sie flüchteten auf die Innenseiten der entstandenen Halbkugeln, die voneinander durch den “Abyss” getrennt werden […] Auf der unteren Halbkugel, die stets ins Sonnenlicht getaucht ist, leben die Elyos, die sich durch besondere Eleganz und Schönheit auszeichnen. Die obere Welthälfte, die das Sonnenlicht niemals sieht, ist die Heimat der Asmodier …
aus: C’t 22/09, S. 204
Ich habe mich immer noch nicht wieder voll erholt, aber meine Statistiken trösten mich doch ein kleines bißchen: Immerhin bestätigen sie mir, daß ich trotz aller Durststrecke und Erschöpfung nicht nichts geschrieben habe. Statt dessen bin ich im zweiten Quartal dem Trend des ersten treugeblieben, habe mich sogar ein wenig gesteigert, und immer noch gute zehn Seiten pro Monat fabriziert - exakt 30 Seiten in drei Monaten, um genau zu sein. Das ist viel, viel weniger als geplant, aber wie gesagt: Immer noch besser als nichts. Wenn ich den Schnitt halte, wird 2009 produktiver als 2008, und das Jahrespensum von 2002 und 2005 habe ich sogar schon übertroffen (was den betroffenen Jahrgängen eher ein Armutszeugnis ausstellt, als mir für dieses Jahr Lob einzubringen).| Jahr | ES | SK | DV | FW | ZB | Gesamt | Monatsmittel |
| 2000 | 271 | 52 | 323 | 29,4 | |||
| 2001 | 177 | 61 | 238 | 19,8 | |||
| 2002 | 33 | 1 | 34 | 2,8 | |||
| 2003 | 65 | 4 | 69 | 5,8 | |||
| 2004 | 57 | 23 | 80 | 6,7 | |||
| 2005 | 51 | 51 | 4,3 | ||||
| 2006 | 64 | 31 | 95 | 7,9 | |||
| 2007 | 164 | 45 | 209 | 17,4 | |||
| 2008 | 61 | 35 | 9 | 105 | 8,75 | ||
| 2009 | 10 | 47 | 57 | 9,5 | |||
| 271 | 384 | 429 | 45 | 132 | 1.261 |
Die Abkürzungen stehen für die Titel der Bücher: ES = Engelsschatten, SK = Schwanenkind, DV = Dämmervogel, FW = Falkenwinter und ZB = Zornesbraut.
Ich weiß ja nicht, ob sich irgend jemand außer mir für diese Statistiken interessiert, aber ich brauche sie einfach, und ich will, wenn ich seit Jahren an einer Geschichte arbeite, sehen, wie sie sich entwickelt, wann ich gut vorankomme und wann schlecht. Die Zahlen sagen, letztes Jahr war eher schlecht. Nach einem tollen Start im ersten Quartal habe ich dafür ab dem zweiten Quartal kaum etwas geschrieben - fast das ganze Jahrespensum von 2008 ist in den Monaten Januar bis März entstanden. Im April war dann mein Vorstellungsgespräch, ab Mai der Umzug, ab Juni die Arbeit, seit Oktober Vollzeit - immer wenn ich mich an das eine gewöhnt hatte, kam das nächste hinzu…| Jahr | ES | SK | DV | FW | ZB | Gesamt | Monatsmittel |
| 2000 | 271 | 52 | 323 | 29,4 | |||
| 2001 | 177 | 61 | 238 | 19,8 | |||
| 2002 | 33 | 1 | 34 | 2,8 | |||
| 2003 | 65 | 4 | 69 | 5,8 | |||
| 2004 | 57 | 23 | 80 | 6,7 | |||
| 2005 | 51 | 51 | 4,3 | ||||
| 2006 | 64 | 31 | 95 | 7,9 | |||
| 2007 | 164 | 45 | 209 | 17,4 | |||
| 2008 | 61 | 35 | 9 | 105 | 8,75 | ||
| 2009 | 3 | 24 | 27 | 9 | |||
| 271 | 384 | 429 | 38 | 109 | 1.231 |
Die Abkürzungen stehen für die Titel der Bücher: ES = Engelsschatten, SK = Schwanenkind, DV = Dämmervogel, FW = Falkenwinter und ZB = Zornesbraut.
Wußtet ihr schon, daß man in diesem Blog jetzt auch wieder kommentieren kann?, schrieb ich noch vor einer Woche großspurig in diesem Blog - nichtsahnend, daß das der Anfang vom Ende war. Was ist geschehen? Ich hatte vor über zwei Jahren die Kommentarfunktion im Blog deaktiviert, weil der Spam überhand nahm und ich es leid war, alles per Hand freischalten oder löschen zu müssen. Mittlerweile tat es mir sehr leid um diese Entscheidung, denn eigentlich finde ich, wer sich über Kommentare freuen möchte, soll auch bereit sein, etwas dafür zu tun - also schaltete ich die Kommentare wieder frei und kombinierte das mit einem Recaptcha-Plugin: Dabei wird nicht nur ein Bildchen eingeblendet, dessen Inschrift der Benutzer entziffern muß, sondern das Ganze auch noch benutzt, alte Bücher zu digitalisieren - eine sehr bibliothekarfreundliche Sache, die ich immer schon mal selbst versuchen wollte. Das brachte nur ein Problem mit sich: Es funktionierte nicht. Ich nahm das Plugin also wieder raus und fand mich damit ab, eben wieder dutzendweise Spam aus den Kommentaren zu löschen.
Ich habe beschlossen, eine neue wiederkehrende Rubrik in diesem Blog einzuführen: Wußtet ihr schon. Hier schmeiße ich jetzt ab und an ein paar Brocken Elomarangeschichte unters Volk, zu denen ich gerade keinen ganzen Beitrag schreiben mag. Das können Dinge sein, die ich schon früher mal erwähnt habe, oder Dinge, die außer mir keiner weiß - einfach als Auflockerungsübung, und um mir selbst zu zeigen, wie weit diese Geschichte in ihren mitlerweile neun Jahren schon gekommen ist. Also: Wußtet ihr schon, daß…
Ein gutes Jahr, nachdem ich die Webseite komplett überholt und neugestaltet habe, war nun Zeit für die ersten größeren Nachbesserungsarbeiten. Dabei haben sich, wie bei mir üblich, wieder die allermeisten Änderungen im Quellcodebereich und von außen unsichtbar abgespielt - ich bin mit dem Design so glücklich, daß ich die Seite genau so aussehen haben will, aber wenn der Code noch schöner sein könnte, soll er das auch werden dürfen.
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