

Gestern Nacht - und es war wirklich Nacht! - habe ich das Finale der Legende von Mythrâs fertiggestellt - und es heute, zusammen mit meiner Folge Sieben, mit leichter Verspätung [Abgabeschluß: Gestern] beim Hörplanet eingereicht. Damit liegen die beiden Skripte jetzt in den Händen der Produzenten, und ich bin sehr gespannt, wie es damit jetzt weitergeht und was sie draus machen. Die Arbeit war sicher interessant und hat großen Spaß gemacht, aber da mir aus privaten Gründen der Terminplan komplett aus den Fugen geraten ist, mußte ich in den letzten beiden Wochen dermaßen ranklotzen, daß ich zu nichts anderem mehr gekommen bin, zumindest was das Schreiben anging.
Entgegen anderslautiger Ankündigungen teile ich mit, daß es im Monat Mai kein neues Kapitel geben wird. Das zwölfte Kapitel von Dämmervogel ist zwar in Arbeit und schon gut halb fertig, aber die Arbeit daran muß derzeit ruhen - ich habe das Glück, an einem Fantasyhörspiel von epischer Breite als Autorin mitwirken zu dürfen, und die beiden Episoden, die bis Mitte Juni fertig sein müssen, gehen vor. Dafür werde ich euch aber gerne auf dem Laufenden halten, wenn das Ganze fertig ist und als CD lieferbar. Schon jetzt kann ich euch versprechen, daß es eine wirklich tolle Sache ist, ganz ohne Engel, aber mit anderen tollen Charakteren und düsteren Momenten. Es ist meine erste Teamarbeit seit über zehn Jahren und eine wirklich tolle Erfahrung, und es macht in jedem Fall mehr Spaß, als Drehbücher für Das Familiengericht oder Barbara Salesch zu schreiben.
Es hätte ein schöner Aprilscherz werden können, aber tatsächlich habe ich die nun folgenden Ereignisse heute Nacht geträumt. Ungefähr wörtlich: Dannen macht sich als Privatdetektiv selbstständig und spürt gewerbsmäßig nymphomanen Schulmädchen nach, die in Mietwagen schlimme Dinge mit dem Schaltknüppel tun…
Wem das Buch gefallen hat, der ist eingeladen, einen kleinen Betrag in meinen virtuellen Hut zu werfen. Damit hoffe ich die Kosten, die mir für den Webspace entstehen, zu tragen - tatsächlich fällt es mir zunehmend schwerer, über die Runden zu kommen, als ich gerne zugebe, und während ich mich von den großen Wünschen, wie einem neuen Flachbildschirm, leichten Herzens verabschieden konnte, rücken nun die monatlichen Fixkosten zunehmend in mein Visier - und dazu gehört auch der Unterhalt meiner Internetseiten.
Jeder meiner treuen Leser wird wissen, was Pflichtexemplare sind: Von jedem Buch, das jemals geschrieben wurde, muß ein Exemplar in Korisanders Bibliothek zu Koristir stehen. Der arme Halan verbrachte viel Zeit seines jungen Lebens damit, durchs Land zu reisen und bei den selbsternannten Gelehrten die Bücher abzuholen, um sicherzugehen, daß sie auch wirklich exakte Abschriften der Originale sind.Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe über den amerikanischen Print-on-Demand-Anbieter http://www.lulu.com zwei Romane veröffentlicht; jeweils in gebundener und Paperback-Form. Nach meiner Information muß ich hiervon Pflichtexemplare einreichen.
Als ich Mitte der Neunzigerjahre Bibliothekswesen studierte, bestand noch die Möglichkeit, daß Kleinstverlegern die Unkosten für diese Exemplare erstattet werden konnten, jedoch weiß ich nicht, ob sich das seither geändert hat.
Bitte informieren Sie mich, in welcher Form und Menge ich meine Pflichtexemplare einreichen kann bzw. sollte, damit ich nicht in Verzug gerate und alles seinen Weg gehen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Maja Ilisch
Weit ist es mit mir gekommen, sehr weit. Vor zwölf Jahren zog ich, das Abitur in der Tasche, aus meiner heimatlichen Stadtbücherei fort nach Köln, um die beste Bibliothekarin der Welt zu werden. Es sollte ein Abschied auf Zeit sein - denn nach meinem Studium wollte ich dort arbeiten, dort und sonst nirgendwo. Und nun ist es soweit, ich bin zurückgekehrt an diesen Ort der glücklichen Stunden, um dort zu arbeiten. Doch es sollte eine Rückkehr in Lumpen werden.
Um es ganz offen zu sagen: Ich habe mehr als ein Eisen im Feuer. Ich arbeite nicht nur am »Elomaran-Zyklus«. Das heißt, obwohl ich seit Beginn des Jahres (der zufällig mit meiner neuen Arbeitslosigkeit zusammenfällt) einen Schreibplan habe - hundert Normzeilen am Tag - bedeutet daß nicht, daß ich jeden Tag an den Engeln weiterarbeite. Leider bedeutet es nicht einmal, daß ich jeden Tag an irgend etwas arbeite - aber ich will mich bessern. Immerhin sind seit Anfang des Jahres schon über zwanzig Seiten entstanden.
Ich habe beschlossen, ein eigenes Blog für die Arbeit am Elomaran-Zyklus zu schreiben. Sozusagen ein Making-Of in Fortsetzungen.
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